Aufruf zur Mahn- und Gedenkveranstaltung anlässlich des Antikriegstages 2016

Mahnung und Erinnerung

Mit der Mahn- und Gedenkveranstaltung am 3. September 2016 auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock wollen wir erneut Zeichen setzen gegen das Vergessen und für ein Engagement für Frieden und Menschlichkeit. Auch in 2016 werden wir mit Kriegen, Terrorismus, Kriegsflüchtlingen und einem starken Anstieg rechtsextremer Gewalt konfrontiert.

Es ist zu fragen, ob das millionenfache Morden im II. Weltkrieg und das damit verbundene unendliche Leid und Elend von vielen Menschen vergessen worden ist?

Es ist zu fragen, ob die Opfer des faschistischen Terrors dieser Zeit, ob die 65.000 sowjetischen Kriegsgefangenen, die in Stukenbrock in der Zeit von 1941 – 1945 zu Tode gequält wurden, angesichts der Terroropfer der Gegenwart weniger Beachtung finden dürfen?

Das Flüchtlingselend und der Terror sind eng verbunden mit den Kriegen der Gegenwart.

Wer etwas gegen die Ursachen der Massenflucht von Menschen tun will, sollte sich für eine friedliche Lösung aller Konflikte einsetzen, sollte seine Stimme erheben gegen die
Kriegswaffenexporte. Wer Waffen exportiert fördert Kriege und erntet Flüchtlingsströme.

Es reicht nicht aus, wenn auf der einen Seite die deutsche Außenpolitik auf eine friedliche Lösung von Konflikten orientiert und sie andererseits die aggressive NATO-Politik gegen Russland unterstützt. Der Frieden in Europa ist nicht ohne Russland zu sichern.

Wir erwarten von der Regierung der Bundesrepublik, dass sie sofort die Sanktionen gegen Russland aufhebt.
Wir erwarten von ihr, dass sie ihren Einfluss international geltend macht, damit alle Beteiligten ihre Verpflichtungen aus dem „Minsker Abkommen“ über die Waffenruhe in der Ukraine erfüllen.
Wir erwarten von der Regierung der Bundesrepublik, dass sie ihren ganzen Einfluss geltend macht, damit in Syrien und im nahen Osten bald Frieden herrscht.

Die Opfer der Kriege bleiben unvergessen!

„UND SORGET IHR, DIE IHR NOCH IM LEBEN STEHT, DASS FRIEDEN BLEIBT, FRIEDEN ZWISCHEN DEN MENSCHEN, FRIEDEN ZWISCHEN DEN VÖLKERN“

Diese Mahnung wurde auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock in Stein gemeißelt. In ihrem Sinne arbeiten wir weiter gegen das Vergessen.
Bundespräsident Joachim Gauck sagte am 6. Mai 2015 in Stukenbrock u.a.:
„Damit diese Erinnerung nicht verwelkt, darum gab und gibt es die Initiative „Blumen für Stukenbrock“ ….“
Wir laden ein zur diesjährigen Mahn- und Gedenkveranstaltung am 3. September auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock.

Blumen für Stukenbrock 2016
Mahn- und Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag 2016
Sonnabend , 3. September
Sowjetischer Soldatenfriedhof Stukenbrock

14.00 Uhr Friedhofsführungen
15.00 Uhr KranzniederlegungGedenkansprache:
Uwe-Karsten Heye, Vorstand des Vereins
„Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“

Arbeitskreis Bumen für Stukenbrock e.V.
www. Blumen-fuer-Stukenbrock.de

Spendenkonto: Sparkasse Minden- Lübbecke
Konto: 87000238, BLZ 49050101
IBAN: DE 32 4905 0101 0087 0002 38

ViSP: Hubert Kniesburges, Brockweg 123; 33332 Gütersloh
Informationen: blumen-fuer-stukenbrock@kniesburges.net